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Trump's Transaktions-Myopie

CAMBRIDGE – Die Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf die unfaire chinesische Handels- und Technologiepolitik mögen gerechtfertigt gewesen sein, aber seine Taktik hat den Bündnissen und Institutionen, von denen die Vereinigten Staaten abhängig sind, geschadet. Werden die kurzfristigen Nutzen die langfristigen institutionellen Kosten überwiegen?

Trumps Verteidiger behaupten, dass sein aggressives und einseitiges Vorgehen die Trägheit im internationalen Handelsregime durchbrach und andere Länder daran hinderte, die Macht der USA zu verwässern. Aber Trumps Transaktionsdiplomatie unterscheidet sich sehr von der institutionellen Vision der Außenpolitik, die der ehemalige US-Außenminister George Shultz einmal als geduldige „Gartenarbeit” bezeichnet hat.

Seit dem Zweiten Weltkrieg unterstützen die amerikanischen Präsidenten internationale Institutionen und deren Ausbau, sei es der Atomwaffensperrvertrag unter Lyndon B. Johnson, das Rüstungskontrollabkommen unter Richard Nixon, Gerald Ford und Jimmy Carter, das Abkommen von Rio über den Klimawandel unter George H. W. Bush, die Welthandelsorganisation und das Raketentechnologie-Kontrollregime unter Bill Clinton oder das Pariser Klimaabkommen unter Barack Obama.

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