Trump and Modi meeting Win McNamee/Getty Images

Trumps überraschend guter Start mit Indien

WASHINGTON, DC – Im Vorfeld des jüngsten Treffens zwischen dem indischen Premierminister Narendra Modi und US-Präsident Donald Trump waren die Erwartungen bescheiden. Sogar die indische Regierung spielte Modis Visite im Weißen Haus zu einem „reinen Arbeitsbesuch“ herunter. Dennoch gelang es den Staatschefs der zwei bevölkerungsreichsten Demokratien der Welt bedeutende Fortschritte zu erreichen und damit die Macht der Diplomatie zu demonstrieren, Herausforderungen in Chancen umzuwandeln.

Obwohl man sich also näher kam, waren die Beziehungen zwischen den USA und Indien in letzter Zeit durch wechselseitige Zweifel belastet. Die Bedenken der Trump-Administration konzentrierten sich auf das wachsende bilaterale Handelsdefizit, die Verdrängung amerikanischer Arbeitnehmer durch indische Informationstechnologie-Experten und auf die Vermutung, Indien würde das Pariser Klima-Abkommen nutzen, um Milliarden Dollar an Unterstützungsgeldern zu erlangen.

Indien seinerseits zeigte sich zunehmend besorgt hinsichtlich der isolationistischen Weltsicht der Trump-Administration und insbesondere ihres offenkundigen Rückzugs aus Asien, wo die USA in den letzten 70 Jahren der zentrale Garant für den Frieden waren. Diese Wahrnehmung dämpfte Hoffnungen, wonach Indien und die USA einander weiterhin als zuverlässige strategische Partner betrachten würden.

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