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Der populistische Krieg gegen die Frauen

WARSCHAU – Jarosław Kaczyński und Donald Trump sind zwei Politiker, die die Welt in den letzten Jahren zwar schockiert haben, mit ihren Ausbrüchen aber größtenteils ungeschoren davongekommen sind. Aber jetzt nicht mehr.

Als Kaczyńskis Partei für Recht und Gerechtigkeit (PiS) im letzten Jahr an die Macht kam, hat sie sofort die Kontrolle über die großen polnischen Institutionen übernommen, darunter den Verfassungsgerichtshof, die Generalstaatsanwaltschaft, die öffentlichen Medien und Unternehmen und sogar die staatseigenen Pferdeställe. Da die PiS-Regierung eine funktionierende Wirtschaft und einen starken Staatshaushalt übernommen hat, sah Kaczyński keinen Bedarf für einen Finanzminister, also wurde dieser Posten kürzlich abgeschafft.

Auch Trump hat ein Verhalten an den Tag gelegt, das unter normalen Umständen zu seiner politischen Disqualifizierung geführt hätte: Er griff die die Eltern eines im Kampf gefallenen muslimisch-amerikanischen Soldaten an, verspottete einen behinderten Reporter und bezweifelte die Gefangenschaft von Senator John McCain während des Vietnamkriegs (wo dieser über fünf Jahre in Haft war und gefoltert wurde). Alle waren empört, außer Trumps Wähler.

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