Jim Watson/Getty Images

„America First“ – und dann globale Konflikte

NEW YORK – Donald Trumps Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten stellt nicht nur eine zunehmende populistische Gegenreaktion gegen die Globalisierung dar. Sie könnte sogar das Ende der Pax Americana bedeuten, jener internationalen Ordnung des freien Austausches und der kollektiven Sicherheit, die die USA und ihre Verbündeten nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut haben.

Diese von den USA angeführte Weltordnung hat 70 Jahre des Wohlstands ermöglicht. Sie beruht auf marktorientierten Programmen zur Handelsliberalisierung, einer erhöhten Mobilität des Kapitals und einer angemessenen Sozialpolitik, die durch amerikanische Sicherheitsgarantien für Europa, den Mittleren Osten und Asien im Rahmen der NATO und verschiedener anderer Bündnisse gestützt werden.

Trump jedoch könnte eine populistische, globalisierungsfeindliche und protektionistische Politik verfolgen, die den Handel behindert und die Freizügigkeit der Arbeitskräfte und den freien Kapitalfluss beschränkt. Und er hat bestehende US-Sicherheitsgarantien in Zweifel gezogen, indem er nahegelegt hat, dass der Amerikas Verbündete zwingen würde, mehr für ihre Verteidigung zu bezahlen. Wenn Trump es mit seinem Motto des „America first“ ernst meint, wird seine Regierung einen geopolitischen Strategiewandel in Richtung Isolationismus und Unilateralismus vornehmen und nur ihre eigenen nationalen Interessen verfolgen.

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