Fed chair Janet Yellen Chip Somodevilla/Getty Images

Wer will eine Deregulierung des Finanzwesens?

LONDON – Seitdem am Eingang zum Westflügel des Weißen Hauses eine Drehtür installiert wurde, ist es schwierig, den Überblick über das Kommen und Gehen in Amerikas Machtzentrale zu bewahren. Sämtliche schriftliche Unterlagen über Personal und Strategien der Trump-Administration könnten schon vor ihrer Veröffentlichung wieder hinfällig sein. 

Die wichtigsten wirtschaftspolitischen Akteure allerdings bleiben, zumindest vorerst, in ihren Ämtern. Steve Mnuchin ist nach wie vor Finanzminister und wurde auch während der jüngsten Machtkämpfe nicht in offiziellen Erklärungen erwähnt. Gary Cohn bleibt weiterhin Vorsitzender des wirtschaftspolitischen Beratergremiums National Economic Council, obwohl er mit manchen Äußerungen des Präsidenten zu nicht-wirtschaftlichen Fragen unglücklich gewesen sein soll. Und natürlich steht Janet Yellen noch an der Spitze der Federal Reserve, zumindest bis Februar des nächsten Jahres.

Doch diese Stabilität scheint nicht auf eine einheitliche Sicht auf Wirtschafts- und Finanzpolitik, insbesondere auf das zukünftige Rahmenwerk zur Finanzregulierung hinzudeuten. Ein kürzlich veröffentlichtes bemerkenswertes Interview mit Stanley Fischer, dem Vizepräsidenten der Fed, in der Financial Times förderte einige wichtige Unstimmigkeiten zutage.

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