Trump meeting with cabinet at tower Spencer Platt/Getty Images

Trumps extreme Oligarchie

WASHINGTON, DC – Der designierte US-Präsident Donald Trump füllt sein Kabinett mit reichen Leuten. Laut der neuesten Zählung hat er fünf Milliardäre und sechs Multimillionäre für seine Regierung nominiert. So etwas wird als Oligarchie bezeichnet: die direkte Kontrolle des Staates durch Personen mit erheblicher privater Wirtschaftsmacht. Angesichts der Tatsache, dass die Republikaner zudem beide Häuser des Kongresses kontrollieren – und bald viele Richter ernennen werden – unterliegt die Exekutive praktisch keinerlei wirksamer Kontrolle mehr.

In vielen Fällen – wie derzeit in den USA – beinhaltet die erste Reaktion auf eine derartige Regierung die Hoffnung, dass reiche Leute möglicherweise ein Talent für die Schaffung von Arbeitsplätzen haben. Sie haben es für sich selbst zu Reichtum gebracht, so die Argumentation, also können sie vielleicht auch dasselbe für uns übrige tun.

Die Hoffnung stirbt gewöhnlich zuletzt, doch die wirtschaftspolitischen Vorschläge der neuen Regierung sind nicht ermutigend. Der bestimmende Grundsatz scheint zu sein, jeden Pragmatismus aufzugeben und eine extreme, diskreditierte Ideologie voranzutreiben.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To read this article from our archive, please log in or register now. After entering your email, you'll have access to two free articles every month. For unlimited access to Project Syndicate, subscribe now.

required

By proceeding, you agree to our Terms of Service and Privacy Policy, which describes the personal data we collect and how we use it.

Log in

http://prosyn.org/XzcwAIt/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.