fischer171_Romy Arroyo FernandezNurPhoto via Getty Images_protest Romy Arroyo Fernandez/NurPhoto via Getty Images

Die große Transformation

BERLIN – Die Weltwirtschaft steht nach wie vor unter dem Schock der COVID-19-Krise. Die technikaffine Moderne, gleich ob freiheitlich liberal verfasst oder autoritär, ob Asien, Amerika oder Europa, hatte etwas Vergleichbares in tiefsten Friedenszeiten noch nicht erlebt.

Wird es eine zweite oder gar noch mehr Wellen geben? Diese bange Frage treibt Milliarden von Menschen, ihre Staaten und deren Lenker um. Man weiß es einfach nicht. Ein mikroskopisch kleines, sehr ansteckendes Virus zwingt die hochtechnologisierte und globalisierte Weltwirtschaft mit all ihren internationalen Lieferketten in die Knie.

Es wäre ein Fehler, die Folgen dieser abrupten Vollbremsung der Weltwirtschaft nur aus kurzfristig pragmatischer Perspektive zu analysieren, so wichtig diese kurzfristige Perspektive auch immer ist und in naher Zukunft sein wird: die Bekämpfung der Pandemie, die ökonomischen und sozialen Folgen für Milliarden von Menschen und auch die mit der Pandemie einhergehenden Machtverschiebungen im globalen politischen und wirtschaftlichen System.

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