fischer173_ugurhan_getty images_US EU Ugurhan/Getty Images

Der Westen, die Krise der angelsächsischen Welt und die Folgen für EU-Europa

BERLIN – Gegenwärtig verändert sich die Welt grundsätzlich – oder wird, je nach Betrachtungsweise, verändert. Zwischen Trump, Xi Jinping und COVID-19 entfaltet sich das ganze Drama der Gegenwart. Althergebrachte, über Jahrzehnte hinweg verfestigte, gewohnte und als unveränderbar geltende Strukturen werden durch diese Veränderung plötzlich weich und beginnen sich zu verflüssigen oder gar ganz zu kippen. In früheren Jahrhunderten hätten die Menschen nach apokalyptischen Himmelzeichen, etwa einem Kometen, Ausschau gehalten, so unerwartet und tiefgreifend scheinen die Veränderungen zu sein.

COVID-19 und der dadurch bedingte abrupte Absturz der Weltwirtschaft, das Risiko weiterer Pandemien, Erderwärmung und Klimakrise, Trump, die immer schärfer werdende Rivalität der Großmächte USA und China um die globale Vorherrschaft, Handelskriege und der damit einhergehende Zerfall der Globalisierung in feindliche Lager, Digitalisierung und künstliche Intelligenz markieren diese Zäsur in unserer Zeit.

Vorbei ist die Zeit, als die Welt durch den Westen dominiert wurde, politisch, militärisch, wirtschaftlich und technologisch, zudem verortet im nordatlantischen Raum. Angeführt von der Supermacht USA und unterstützt von den Europäern und wenigen anderen.

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