Miguel Candela/SOPA Images/LightRocket via Getty Image

Handelskriege in einer Welt, wo nur einer gewinnt

BRÜSSEL – Mit Präsident Donald Trumps neuen Handelszöllen haben sich die USA vom wichtigsten Fürsprecher und Verteidiger des globalen multilateralen Handelssystems zu dessen Nemesis entwickelt. Doch wäre es für einen erratischen Politiker sehr schwierig, seit langem etablierte Strukturen und Mechanismen auf den Kopf zu stellen, wäre da nicht ein grundlegenderer wirtschaftlicher Wandel.

Die erste offizielle Manifestation der heutigen Handelsspannungen ereignete sich im Stahlsektor – einer zur „alten Wirtschaft“ gehörenden Branche par excellence, in der insbesondere in China enorme Überkapazitäten bestehen.

Überkapazitäten sind ein im Stahlsektor immer wieder auftretendes Problem und haben schon immer zu Reibungen geführt. Im Jahr 2002 verhängte die Regierung von Präsident George W. Bush hohe Zölle auf Stahlimporte, aber gab nach, als ein Gremium der Welthandelsorganisation (WTO) zu Streitbeilegung gegen die USA entschied. Obwohl die Handelsfalken in der Trump-Regierung sich an diese Entscheidung als eine Niederlage erinnern, stimmen die meisten Ökonomen überein, dass sie letztlich gut für die US-Wirtschaft war, die nichts von einer Steuer auf einen für die meisten anderen Branchen wichtigen Werkstoff hat.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To continue reading, please log in or register now. After entering your email, you'll have access to two free articles every month. For unlimited access to Project Syndicate, subscribe now.

required

By proceeding, you are agreeing to our Terms and Conditions.

Log in

http://prosyn.org/zsbyspz/de;

Handpicked to read next

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.