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Wohlstand im Handelssektor

MAILAND – Die weltweite Wirtschaft steht, was das Wachstum betrifft, vor großen Herausforderungen. Viele Industriestaaten versuchen, trotz der Verlangsamung der Weltwirtschaft wieder nachhaltiges Wachstum zu erreichen. Aber die Probleme sind von Land zu Land unterschiedlich. Insbesondere weichen die Handels- und Nichthandelssektoren einer Reihe von Volkswirtschaften deutlich voneinander ab.

Im Nichthandelssektor (in entwickelten Ländern 60-70% der Wirtschaftsleistung) bestehen die Haupthindernisse für Wachstum in der schwachen Nachfrage, wie in den USA nach der Finanzkrise, und in strukturellen sowie wettbewerbsbezogenen Hindernissen für die Produktivität, wie in Japan. Im Handelssektor hängt das Wachstum eines Landes von der Produktivität in Relation zu den Einkommen und der Wettbewerbsfähigkeit ab. Auf globaler Ebene kann auf der Handelsseite auch eine Knappheit der Gesamtnachfrage vorliegen.

Robert Solow, ein Nobelpreisträger für Wirtschaft, hat gezeigt, dass Wachstum drei Ursachen hat: die arbeitende Bevölkerung, Kapitalinvestitionen und technologischen Fortschritt. Eine wachsende junge Bevölkerungsschicht trägt zu einem ausgeglichenen Haushalt und zu Gleichberechtigung zwischen den Generationen bei, aber nicht zwingend zu höheren Einkommen. Auf der anderen Seite führt ein Wirtschaftswachstum, das schwächer ist als die Summe der Zunahme der arbeitsfähigen Bevölkerung und dem arbeitssparenden Teil des technologischen Wandels, zu höherer Arbeitslosigkeit.

Bei Entwicklungsländern, die in die Phase schnellen Wachstums eintreten, resultiert dies aus einer Kapitalvertiefung durch Investitionen, was in gewissem Sinne einen Ausgleich zu mangelnden Investitionen der Vergangenheit darstellt. Und Industrieländer verlieren möglicherweise durch zu geringe Investitionstätigkeit an Boden, insbesondere im öffentlichen Sektor, und verlassen sich vielleicht statt dessen auf weniger nachhaltige nachfragefördernde Methoden, die schuldenfinanziert sind. Also sind Investitionen ein legitimer Teil einer Strategie zur Wachstumsförderung.