Chris Van Es

Systeme in Gefahr

GENF – Die unzureichende Anpassung an den Klimawandel, anhaltende Extremwetterlagen und das große Versagen des Finanzsystems sind nur drei von 50 Hauptrisiken, die jedes Jahr im Global Risks Reportdes Weltwirtschaftsforums überwacht werden. Es erscheint logisch, Zusammenhänge zwischen ihnen herzustellen, vor allem nachdem die Wall Street im letzten Oktober wegen eines „Supersturms“ schließen musste. In der Tat erinnert uns der Bericht daran, dass sich Systeme in unserer vernetzten Welt unweigerlich auf viele verschiedene Arten gegenseitig beeinflussen.

Vor allem warnt der Bericht vor den Gefahren, die sich aus einem Versagen mehrerer Systeme ergeben. Zwei der grundlegendsten Systeme der Welt sind beispielsweise die Wirtschaft und die Umwelt; ihr Zusammenspiel ist die Grundlage für die erste von drei Risikofallstudien im diesjährigen Bericht.

Die 1000 Experten, die auf den jährlichen Fragebogen zu wahrgenommenen globalen Risiken des Weltwirtschaftsforums (Global Risks Perception Survey) geantwortet haben, auf dem der Bericht basiert, bewerteten die Anpassung an den Klimawandel als ihre größte Umweltsorge in den kommenden zehn Jahren. Darin spiegelt sich eine weitreichende Veränderung des Denkens über das Klima wider, wobei immer mehr akzeptiert wird, dass wir jetzt zu einem gewissen Grad in einem globalen Temperaturwandel feststecken und uns lokal darauf einstellen müssen – z. B. indem wir unsere kritischen Infrastruktursysteme so stärken, dass sie widerstandsfähiger für Extremwetterereignisse werden.

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