Die UN im Krieg gegen die Wissenschaft

UN-Generalsekretär Kofi Annan erklärte kürzlich, dass sich die weltweite Verfolgung wissenschaftlicher Aktivitäten durch Ungleichheit auszeichnet. Mit der Bemerkung, dass Entwicklungsländer weit weniger in wissenschaftliche Forschung investieren und weniger Wissenschaftler hervorbringen, warnte Annan, dass das resultierende Ungleichgewicht bei der geografischen Verteilung wissenschaftlicher Aktivität sowohl für die Wissenschaftsgemeinde in Entwicklungsländern als auch für die Entwicklung an sich Probleme erzeugt. Er drängte Wissenschaftler und wissenschaftliche Institutionen überall auf der Welt, diese Ungleichheit zu beseitigen und alle am Nutzen der Wissenschaft teilhaben zu lassen.

Wie humanitär. Wie aufgeklärt. Wie scheinheilig.

Die UN sollen doch das Kontrollgremium für die Menschenrechte sein, von denen das grundlegende das Recht auf Nahrung ist. Menschenrechte werden meistens verletzt, weil Menschen in verzweifelter Armut leben. Ein Faktor, der zu dieser Armut beiträgt, ist das Unvermögen der Menschen sich wirksam zu ernähren. Es sollte das Leitziel der UN sein, alle in die Lage zu versetzen, die Nahrungsmittelproduktion eigenständig abzudecken. Stattdessen hält das Eigeninteresse der UN-Behörden Arme davon ab, ihr Leben zum Besseren zu wandeln - und sogar zu überleben.

To continue reading, please log in or enter your email address.

Registration is quick and easy and requires only your email address. If you already have an account with us, please log in. Or subscribe now for unlimited access.

required

Log in

http://prosyn.org/Lc7Ngwk/de;