0

Der lange, mühsame Weg zur wirtschaftlichen Erholung

SAO PAULO: Die Weltwirtschaft hat sich gegenüber ihrem Tiefstpunkt 2009 deutlich erholt, doch das Wachstum ist nach wie vor ungleichmäßig, und die jüngsten Daten wichtiger hoch entwickelter Volkswirtschaften sind enttäuschend. Wohin also steuert die Weltwirtschaft?

Das die Erholung reibungslos ablaufen würde, hat keiner erwartet: Historisch gesehen dauert es lange, nach einer Finanzkrise dieser Größenordnung aufzuräumen, vor allem angesichts der hohen Schuldenlast und Arbeitslosigkeit und der beschädigten Bankensysteme. Doch die Risiken für die weltwirtschaftlichen Aussichten steigen, und es bedarf verstärkten politischen Handelns, um die Weltwirtschaft auf Kurs zu halten.

Dies ist der Hintergrund, vor dem der Internationale Währungsfonds seine aktualisierten Prognosen und Bewertungen für die Weltwirtschaft veröffentlicht hat. Seine Analyse besteht aus drei einander ergänzenden Dokumenten: dem World Economic Outlook, dem Global Financial Stability Report und dem Fiscal Monitor.

Summa summarum sieht es gar nicht so schlecht aus. Wir erwarten für 2011 und 2012 ein weltweites Wachstum von etwa 4,5%, obwohl sich die Erholung der zwei Geschwindigkeiten fortsetzen wird: Die hoch entwickelten Volkswirtschaften tuckern mit ungefähr 2,5% jährlichem BIP-Wachstum daher, während Schwellenmärkte und Entwicklungsländer mit einer beeindruckenden Wachstumsrate von 6,5% dahin brausen.