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Die Lehren der Perestroika – 20 Jahre danach

Zwanzig Jahre nachdem Michail Gorbatschow die Perestroika einleitete, beschweren sich nun viele Menschen über das langsame Reformtempo in Russland unter Präsident Wladimir Putin. Doch hätte es anders sein können? Es sollte nicht überraschen, denn die turbulente Ära Gorbatschows und Jelzins hinterließ ein erschöpftes Land. Wer kann den Russen also Vorwürfe machen, wenn sie an Reformmüdigkeit leiden?

Doch wenn Russland wieder auf die Beine kommen soll, sind weitere Reformen notwendig. Bevor jedoch eine neue Reformrunde beginnen kann, müssen einige grundlegende Prinzipien der russischen politischen Kapazitäten verstanden werden.

Die erste Frage, die sich jeder angehende russische Reformer heutzutage stellen sollte (und die wir während Gorbatschows Perestroika nicht gestellt haben), ist die folgende: Ist die Gesellschaft bereit, die kurzfristigen, von Reformen verursachten Schmerzen zu ertragen, und wie bereit ist sie, diese Schmerzen zu ertragen?

Die Erfahrungen der Perestroika unterstreichen die Wichtigkeit dieser Frage.