Die Internationale Atomenergiebehörde wird 50

Der 50. Jahresstag der Gründung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bietet Gelegenheit zu einer Bestandsaufnahme über die wichtigste nukleare Aufsichtsbehörde weltweit. Er fällt in eine Zeit, in der die Behörde eine zunehmende Verantwortung für die Atomsicherheit übernimmt. Die jüngste Entsendung von Inspektoren zur Verifizierung der Abschaltung des nordkoreanischen Atomwaffenreaktors und die anhaltenden Bemühungen, die nuklearen Intentionen des Iran aufzustöbern, sind nur die sichtbarsten Anzeichen ihrer Überwachungsfunktion.

Doch obwohl es eine Menge zu feiern gibt, bleiben Fragen, ob die IAEA ihre Kapazitäten sowohl zur Bekämpfung der Verbreitung von Atomwaffen wie auch zur Förderung der Reaktorsicherheit ausweiten kann. Die Geschichte legt nahe, dass die Behörde ohne eine Erweiterung ihrer Befugnisse nicht zu einer drastischen Verringerung der weltweiten Nuklearrisiken in der Lage sein wird.

Die Geschichte der IAEA lässt sich bis in die frühen, dunklen Tage des Kalten Krieges zurückverfolgen. In seiner Rede mit dem Titel „Atome für den Frieden“ vor der UNO-Generalversammlung vom Dezember 1953 suchte US-Präsident Dwight Eisenhower eine Entspannung im nuklearen Wettlauf mit der Sowjetunion zu erreichen, indem er sich für die Schaffung einer internationalen Bank für Nuklearbrennstoffe aussprach, die das spaltbare Material der Supermächte aufbewahren sollte. Die Verwaltung dieser Bank sollte eine neue, globale Atombehörde übernehmen. Obwohl es nie zur Einrichtung einer derartigen Bank kam, schlug der Samen für die Behörde Wurzeln, und im Jahre 1957 ging aus ihm die IAEA hervor.

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