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Kreditvergabe neu beim IWF

Für Schwellenmärkte und Entwicklungsländer in finanziellen Nöten sollte der Internationale Währungsfonds eine wichtige Anlaufstelle sein. Aufgrund seiner Fähigkeit, beträchtliche finanzielle Ressourcen zu mobilisieren und die politische Glaubwürdigkeit zu stärken, kann der IWF zur Linderung der hohen wirtschaftlichen und sozialen Kosten beitragen, die oftmals mit Krisen einhergehen. Vor diesem Hintergrund haben sich Vertreter aus aller Welt inmitten der Krise zusammengefunden, um das Rahmenwerk der IWF-Kreditvergabe radikal zu überarbeiten. 

Die Welt braucht den IWF jetzt und in Zukunft, um flexibel und wirksam auf die Bedürfnisse seiner Mitglieder reagieren zu können. In erster Linie sollten unsere Finanzierungspakete in Relation zum Ausmaß des zu lösenden Problems groß genug sein, um damit etwas bewirken zu können. Darüber hinaus stellt die Inexistenz einer  IWF-Versicherungsfazilität zu annehmbaren Bedingungen eine große Lücke in der globalen Finanzarchitektur dar, vor allem für die dynamischeren Ökonomien der Schwellenländer. Diese Situation besteht trotz aller nachgewiesenen Vorzüge eines  frühzeitigen Zugangs zu Finanzierungsquellen des IWF, bevor nämlich eine schwierige Situation zur Krise ausartet.    

Obwohl es auch weiterhin von entscheidender Bedeutung sein wird, die vom IWF unterstützten Programme an politische Bedingungen zu knüpfen, sollten diese jedoch direkt auf die Lösung der einschneidenden Probleme des betreffenden Landes abzielen. Die Bedingungen sollen keine ungebetene Einmischung, sondern relevant für die Problemlösung sein.  

Mit Unterstützung unserer Mitglieder setzen wir nun bedeutsame Reformen unserer Kreditvergaberichtlinien um. Dies soll Länder zu ermutigen, sich beizeiten an den IWF wenden, bevor die Krise nämlich zu tief und beinahe unlösbar wird. Diese Reformen umfassen drei Kernelemente: