Der IWF braucht einen Chef aus den Schwellenländern

Horst Köhlers Rücktritt als Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds eröffnet eine einmalige Chance, die stark bedrängte internationale Finanzinstitution zu reformieren.

Als ersten Schritt zu einer umfassenden Reform benötigt der IWF einen neuen Chef mit solider fachlicher Ausbildung, Weitblick und Erfahrung aus erster Hand im Umgang mit makroökonomischen Risiken, mit denen Übergangs- und Schwellenländer konfrontiert sind. Horst Köhler erfüllte keines dieser Kriterien. Als trister Bürokrat und mittelmäßiger Ökonom war er nicht einmal Deutschlands erste Wahl für den Posten.

Anstatt den besten Mann oder die beste Frau für diesen Job zu holen, wird sich wohl leider das übliche politische Verfahren durchsetzen. Es wird erwartet, dass die Position des Direktors an einen Europäer geht. Bis vor ein paar Tagen schien Spaniens Finanzminister Rodrigo Rato Spitzenreiter zu sein. Jetzt, da seine Volkspartei bei den spanischen Parlamentswahlen eine Niederlage erlitten hat, ist es jedoch unwahrscheinlich, dass er Europas Kandidat für den IWF-Posten sein wird.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To continue reading, please log in or register now. After entering your email, you'll have access to two free articles every month. For unlimited access to Project Syndicate, subscribe now.

required

By proceeding, you are agreeing to our Terms and Conditions.

Log in

http://prosyn.org/xZvs0s2/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.