Der IWF und globale Koordinierung

NEW YORK – Vor der Krise des Jahres 2008 verlor der Internationale Währungsfonds an Bedeutung. Die Nachfrage nach Krediten war gering, wodurch es ihm auch an Einnahmen mangelte. Asien stand dem Währungsfonds zehn Jahre nach den Währungskrisen der späten 1990er Jahre misstrauisch gegenüber. Man verfügte nach wie vor über hervorragende analytische Fähigkeiten, die aber durch den Schrumpfungsprozess gefährdet waren.

Die Krise hat all das verändert. Es wurde klar, dass der IWF bei der Bewältigung der krisenbedingten Instabilität eine entscheidende Rolle spielen musste. Aufgrund der umfassenden und profunden multinationalen Expertise des Fonds, sind seine Aktivitäten überdies von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, globale kooperative Lösungen für wirtschaftliche und finanzielle Probleme zu finden. Ohne diese Lösungen neigt das System zu regelmäßig wiederkehrender Instabilität und zu untragbaren Entwicklungen mit destruktivem Ausgang. Eine derartige Episode haben wir gerade erlebt.  

Der IWF wird für mehrere vordringliche Aufgaben benötigt. Eine davon betrifft die Reaktion auf eine Krise. Im Falle eines globalen Umbruchs des Finanzsystems, wie wir es jüngst erlebten, kommt es zu abrupten und dramatischen Veränderungen von Kapitalflüssen, die wiederum Probleme in den Bereichen Kredite, Finanzierung und Zahlungsbilanz nach sich ziehen sowie zu volatilen Währungskursen führen. Wird nichts dagegen unternommen, können diese Probleme in zahlreichen – vielfach unbeteiligten - Ländern umfassenden Schaden anrichten.

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