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Eine Metapher für Obama

NEW HAVEN – Für den Beginn seiner zweiten Amtszeit braucht US-Präsident Barack Obama eine eingängige Art und Weise, seine Vision und das Wesen seiner Wirtschaftspolitik auszudrücken – eine Metapher, um die herum sich die Unterstützung für seine Politik gruppieren kann, was die politische Effektivität seiner Administration stärken würde. Wie also funktioniert eine erfolgreiche Metapher?

In seinem Wahlkampf 2008 verwendete Obama den Slogan „Change we can believe in“. Aber das Wort „Veränderung“ ist keine Metapher für eine neue Regierung, weil es nicht für eine bestimmte Politik steht. Dasselbe gilt für „Hope“ oder „Yes we can!“.

In seinem Wahlkampf 2012 verwendete Obama als Slogan nur ein einziges Wort: „Forward!“. Auch das ist wieder kein Wort, das mit einer bestimmten Politik oder der ihr zugrundeliegenden Philosophie in Zusammenhang gebracht werden kann. Jeder Politiker, egal ob liberal oder konservativ, möchte sich vorwärts bewegen, nicht rückwärts.

Obamas Slogans sind Beispiele für tote Metaphern, weil sie nicht für ein übergreifendes Konzept stehen.