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Die Arbeit wird grüner

MONACO: Wenn vom 20.-22. Februar die Umweltminister aus etwa 100 Ländern hier in Monaco zum Governing Council and Environmental Forum des UNO-Umweltschutzprogramms (UNEP) zusammenkommen, werden sich die Gespräche auf ein umweltfreundliches „grünes Wachstum“ und Wege und Mittel, mit denen die Welt eine kohlenstoffemissionsarme Wirtschaft erreichen kann, konzentrieren. Das Beschäftigungs- und Entwicklungspotenzial der Bekämpfung des Klimawandels wird erst jetzt als ein Teil dieser Bemühungen verstanden. UNEP hat die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und den Internationalen Gewerkschaftsbund eingeladen, zu diesen Diskussionen beizutragen.

Die laufenden Änderungen sind eine Folge des Kyotoprotokolls, werden jedoch zum Teil auch im Vorgriff auf kommende Emissionsreduzierungen unternommen. Von gleicher Wichtigkeit ist, dass sich die Art und Weise, in der Gewerkschaften und Industrie Umweltfragen wahrnehmen, drastisch verändert. In der Vergangenheit wurden Regelungen zum Schutz der Umwelt manchmal mit Misstrauen und Sorge um Geschäft und Arbeitsplätze betrachtet. Heute sehen die Unternehmen hier Gewinnchancen und die Gewerkschaften Arbeitsplätze.

Man bedenke etwa Folgendes:

·amp#160;amp#160;amp#160;amp#160;amp#160;amp#160;amp#160; Ein Beratungsunternehmen mit Sitz in Washington schätzt, dass die US-Umweltbranche 2005 Umsätze im Wert von mehr als 340 Milliarden Dollar und fast 50 Milliarden Dollar an Steuern erwirtschaftet hat. Und die Zahl der dort beschäftigten 5,3 Millionen Arbeitnehmer übertrifft jene in der Pharmaindustrie um das Zehnfache.