0

Die Zukunft des Dollars

CAMBRIDGE, MASS.: Die amerikanische Wirtschaftspolitik zielt auf einen Dollar hin, der zu Hause stark und im Ausland konkurrenzfähig ist. Ein starker Dollar zu Hause bedeutet: ein Dollar, der seine Kaufkraft behält, dank einer niedrigen Inflationsrate. Ein konkurrenzfähiger Dollar im Ausland bedeutet: Andere Länder sollten keine Strategien umsetzen, die den Wert ihrer Währung künstlich nach unten drücken, um den Export zu fördern und vor Importen abzuschrecken.

Das Ziel eines starken Dollars zu Hause leitet die Federal Reserve mindestens, seit Paul Volcker Anfang der 1980er Jahre der Inflation den Garaus machte. Obwohl die USA kein formales Inflationsziel haben, wissen die Finanzmärkte, dass die Fed eine Inflationsrate im Bereich von 2% anstrebt. Und während das Gesetz vorschreibt, dass die Fed zusätzlich zur niedrigen Inflation für nachhaltiges Wachstum zu sorgen hat, sind sich die Währungshüter bewusst, dass ein nachhaltiges Wachstum Preisstabilität erfordert.

Vertreter des US-Finanzministeriums beharren seit Jahrzehnten darauf: „Ein starker Dollar ist gut für Amerika.“ Aber dieser Slogan war nie eine Leitlinie für die offiziellen Maßnahmen der USA an den internationalen Märkten.

Das Finanzministerium interveniert nicht an den Währungsmärkten, um den Dollar zu stärken, und die Fed erhöht nicht die Zinsen, um dies zu erreichen. Stattdessen betonen die USA gegenüber ausländischen Regierungen, dass ein effektives globales Handelssystem nicht nur die Beseitigung formeller Handelsbarrieren erfordert, sondern auch die Abwesenheit von politischen Strategien, die darauf abzielen, Währungswerte herbeizuführen, die großen Handelsüberschüssen förderlich sind.