Paul Lachine

Das letzte Gefecht der Eurozone

NEW YORK – Die Krise in der Eurozone nähert sich ihrem Höhepunkt. Griechenland ist insolvent. Die Staatsanleihen Portugals und Irlands sind kürzlich auf Ramsch-Status herabgestuft worden. Spanien könnte seinen Marktzugang noch immer verlieren, weil sich zu seinen fiskalischen und finanziellen Nöten noch politische Unsicherheit hinzugesellt. Der finanzielle Druck auf Italien steigt.

Bis 2012 werden die griechischen Staatschulden über 160 Prozent des BIP ausmachen und weiter steigen. Die Alternativen zu einer Umschuldung schwinden rasch. Ein vollständiger offizieller Bailout des öffentlichen Sektors in Griechenland (durch den Internationalen Währungsfonds, die Europäische Zentralbank und die Europäische Finanzstabilitätsfazilität) wäre die Mutter aller Moral Hazards: Extrem teuer und politisch beinahe unmöglich aufgrund des Widerstandes der Wähler in den Kernländern der Eurozone – angefangen bei den Deutschen.

Unterdessen floppt gerade der französische Vorschlag einer freiwilligen Verlängerung der Schulden durch die Banken, weil damit prohibitiv hohe Zinssätze für die Griechen verbunden wären. Auch der Anleihen-Rückkauf wäre eine massive Verschwendung offizieller Ressourcen, weil der Restwert der Anleihen mit dem Kauf steigt, wovon die Gläubiger viel mehr profitieren als der Anleihenschuldner.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To continue reading, please log in or register now. After entering your email, you'll have access to two free articles every month. For unlimited access to Project Syndicate, subscribe now.

required

By proceeding, you are agreeing to our Terms and Conditions.

Log in

http://prosyn.org/E4tfspm/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.