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Das ewige Leben amerikanischer Megabanken

WASHINGTON, D.C.: Die Weltwirtschaft steht vor einem großen Problem: Die größten Banken in den USA bleiben weiterhin „too big to fail“ – zu groß, um sie scheitern zu lassen. Wenn also eine von ihnen in ernste Schwierigkeiten gerät, muss der Staat sie retten, weil die Folgen, täte er nichts, einfach zu beängstigend sind.

Dieses Problem wird weithin anerkannt, nicht nur von Regierungsvertretern, sondern auch von den Bankern selbst. Tatsächlich herrscht nahezu Einmütigkeit, dass dies eine der wichtigsten politischen Prioritäten sei. Selbst Jamie Dimon, der mächtige Chef der riesigen JP Morgan Chase, betont, mit „too big to fail“ müsse Schluss sein.

Nur leider wird der von der Regierung Obama vorgeschlagene Ansatz, die Situation zu ändern – der inzwischen im US-Kongress aufgegriffen wurde – nicht funktionieren.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit des Gesetzgebers steht derzeit Senator Christopher Dodds Gesetzesvorschlag für eine Finanzreform, der vom Bankenausschuss des Senats weitergeleitet wurde und also voraussichtlich bald im Senat debattiert werden dürfte. Dodds Entwurf sieht die Schaffung einer „Abwicklungsbehörde“ vor, d.h., einer staatlichen Behörde, die die rechtliche Befugnis hat, scheiternde Finanzinstitute zu übernehmen und zu schließen.