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Das Ende der Ära Friedman

BERKELEY – Harvard-Professor Dani Rodrik – der vermutlich brillanteste politische Ökonom meiner Generation – berichtete kürzlich in seinem Blog, dass ein Kollege die letzten drei Jahrzehnte als „die Ära des Milton Friedman“ bezeichnet hatte. Dieser Ansicht zufolge führten die Amtsübernahmen von Ronald Reagan, Margret Thatcher und Deng Xiaoping zu enormen Fortschritten im Bereich der Freiheit und des Wohlstandes der Menschen. Ich stimme dem zu – aber auch wieder nicht.

Sein ganzes Leben hielt Friedman an den folgenden fünf Grundprinzipien fest:

1. Stark anti-inflationäre Geldpolitik.

2. Eine Regierung, die sich als Anwalt der Menschen  begreift und nicht als Institution, die Privilegien und Vorteile verteilt.