Paul Lachine

Das Ende grüner Ideologie

PARIS – Die Kernschmelze im Atomkraftwerk von Fukushima hat auf aller Welt politische Nachbeben ausgelöst. Die Erschütterung ist jedoch meistens ideologischer Natur und entbehrt einer wissenschaftlichen Grundlage.

Die Manager des Reaktorbetreibers Tokyo Electric Power (TEPCO) sind zu Recht dafür kritisiert worden, eine alte Generation schlecht gewarteter Generatoren in Fukushima eingesetzt zu haben. Für die Japaner, die sich als die besten Ingenieure der Welt sehen, ein erheblicher Ansehensverlust.

Es hat zwar Demonstrationen gegeben, doch die kollektive Reaktion in Japan besteht nicht in einer Distanzierung von der Atomenergie. Schließlich sind nur wenige Personen durch den Unfall in Fukushima schwer verletzt worden – wahrscheinlich haben weniger als ein Dutzend Arbeiter eine gefährliche Strahlendosis abbekommen. Fast alle der tausenden von japanischen Opfern sind durch die Tsunami-Welle ums Leben gekommen, nicht durch eine Kernschmelze.

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