0

Wachstumsmotor aufstrebende Märkte

NEU-DELHI – Die Schlüsselrolle von Schwellen- und Entwicklungsländern – wie Indien, China und Brasilien – bei der Aufrechterhaltung des weltweiten Wirtschaftswachstums ist während der jüngsten globalen Krise in den Brennpunkt gerückt und wurde gut dokumentiert. Dieser Trend wird sich 2011 und darüber hinaus wahrscheinlich fortsetzen.

Tatsächlich erwartet der IWF, dass die Wirtschaft der Schwellen- und Entwicklungsländer 2010 um 6 % und 2011 um 6,3 % wachsen wird. Die Schwellenländer haben nicht nur die globalen Auswirkungen der jüngsten Krise gedämpft, sondern auch den Industrieländern geholfen, den Rezessionstrend von 2008-2009 umzukehren. Doch bleibt die Erholung in den Industrieländern schwach und die Arbeitslosigkeit auf Krisenniveau.

Doch obwohl die Schwellenländer sich derzeit als Antriebsfedern der globalen Nachfrage erweisen, ist weiterhin die richtige Mischung aus staatlichen Initiativen und Strategien erforderlich, um sicherzustellen, dass sie kurzfristig weiter den Anstoß für eine schnellere Erholung der Weltwirtschaft geben und mittel- wie langfristig Motoren für nachhaltiges Wachstum sind. Ferner besteht die starke Notwendigkeit, langfristige Kapitalflüsse an Schwellenländer zu unterstützen, um damit weiter Investitionen zu stimulieren, vor allem in ihre Infrastruktursektoren, und somit die von der Weltwirtschaft dringend benötigte zusätzliche Nachfrage anzukurbeln.

Eine weitere wichtige Entwicklung in dieser Hinsicht ist die steigende Anzahl der Mittelschichtkonsumenten in den Schwellenländern, ihre steigende Kaufkraft und somit ihr potenzieller Einfluss auf die globale Nachfrage. Laut einer Schätzung verfügen die Mittelschichtkonsumenten in einem Dutzend Schwellenländern heute über eine jährliche Kaufkraft von ungefähr 6,9 Billionen US-Dollar.