Aufstieg der Schwellenländer

LONDON – Nun, da die Führungsfragen in den USA und in China geklärt sind, können wir endlich die wirtschaftlichen Aussichten für 2013 abstecken – mit dem Wissen, wer in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt an den politischen Hebeln sitzen wird. Was also werden sie tun, und vielleicht wichtiger: Was werden die wirtschaftlichen Kräfte mit ihnen machen?

Zunächst einmal werden die USA vor wiederkehrenden Herausforderungen bei der „Fiskalklippe“ stehen, bis der Druck der Finanzmärkte die Politik zu einem radikaleren Defizitabbau zwingt. Doch trotz dieser Tatsache und damit einhergehender Enttäuschungen beim Wachstum wird 2013 ein besseres Jahr für die Weltwirtschaft werden als viele erwarten.

China trug 2011 1,3 Billionen Dollar zusätzlich zum weltweiten BIP bei – das ist so, als schüfe man alle 12,5 Wochen ein weiteres Griechenland oder nahezu jährlich ein weiteres Spanien. Gemeinsam trugen die vier BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China) 2012 etwa 2,2 Billionen Dollar zusätzlich bei; das entspricht jährlich einem weiteren Italien. (Trotz seiner Probleme ist Italien noch immer die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt und wird es mindestens noch einige Jahre bleiben, bis Russland und Indien es möglicherweise überholen.)

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