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Revolutionär: elektronisches Geld

Die meisten Berichte in der Presse über die neuen Formen des elektronischen Geldes verkaufen diese Entwicklung fälschlich als lediglich eine weitere Annehmlichkeit für technologieverwöhnte Verbraucher. Was aber ist schon dabei, wenn wir eine Geldkarte zücken, statt wie bisher Kleingeld mit uns herumzutragen? Gar nichts. So betrachtet erinnern diese neuen Geldformen an elektronische Fensterheber im Auto oder die Fernbedienung am Fernseher. Vielleicht ginge es uns besser ohne all diese technischen Spielereien.

Tatsächlich allerdings hat es unsere Medienberichterstattung bisher einfach versäumt, weit genug in die Zukunft zu blicken und sich das volle Ausmaß der Veränderungen, die die neuen Formen des elektronischen Geldes hervorgerufen werden, bewusst zu machen: Menschen und Unternehmen werden neue Möglichkeiten entwickeln, um Geschäfte zu tätigen. Elektronisches Geld ist keine Fernbedienung; es wird sich weiter entwickeln und dazu beitragen, die Weltwirtschaft zu verändern.

Zwei Vorteile des elektronischen Geldes fallen ins Auge und dürften zu seiner Verbreitung beitragen: Am wichtigsten ist, dass es tief einen tief greifenden geistigen Nutzen bieten wird, da es Anreize schafft, aktiv neue Ideen zu verfolgen. Zweitens wird das elektronische Geld die Globalisierung vorantreiben, die Nutzbarkeit und Vielseitigkeit des Internets erhöhen und es den Menschen erleichtern, konstruktiv mit anderen überall auf der Welt zu interagieren. Im Verbund werden diese beiden Vorteile es Millionen von Menschen ermöglichen, erheblich effektiver als bisher zusammenarbeiten.

Um die potenzielle Bedeutung des elektronischen Geldes ganz zu erfassen, sollten wir uns die Erfindung des Münzgeldes - der ersten Form von echtem Geld - vor Augen halten, die im 7. Jahrhundert v. Chr. in Lydien in der heutigen Türkei und unabhängig hiervon in China erfolgte. Dies war ein bedeutender Fortschritt, und das Münzgeld verbreitete sich daher schnell.