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Amerikas Arbeitsmarkt Zahl für Zahl

NEWPORT BEACH – Politiker und Ökonomen machen es jetzt Investoren gleich in einem Ritual, das normalerweise am ersten Freitag eines jeden Monats stattfindet und das wichtige Folgen für die globalen Märkte hat: die Vorausberechnung, Internalisierung und Reaktion auf den monatlichen Beschäftigungsbericht der US-amerikanischen Behörde für Arbeitsstatistiken, das Bureau of Labor Statistics (BLS). Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich dieser Bericht weiterentwickelt, er bietet nicht mehr nur eine Bewertung der wirtschaftlichen Situation der Vergangenheit und Gegenwart, sondern auch immer mehr Erkenntnisse für deren Zukunft.

Verstehen wir den Beschäftigungsbericht des BLS wie eine umfassende monatliche Untersuchung des amerikanischen Arbeitsmarktes. Neben vielen interessanten Statistiken finden wir dort auch Informationen darüber, wie viele Arbeitsplätze entstanden sind und wo, wie sich Verdienste und geleistete Arbeitsstunden entwickeln sowie Anzahl, Alter und Ausbildung derjenigen, die Arbeit suchen.

Trotz der Datenfülle erregen nur zwei Indikatoren regelmäßig breite Aufmerksamkeit: die monatliche Nettozunahme an Arbeitsplätzen (im August waren es 169.000) und die Arbeitslosenquote (im August mit 7,3 Prozent die niedrigste seit Dezember 2008). Zusammen deuten sie auf eine allmähliche und zuverlässige Verbesserung der allgemeinen Arbeitsmarktsituation.

Das sind sicherlich gute Nachrichten. Vor nicht allzu langer Zeit war die Zunahme an Arbeitsplätzen rückläufig und die Arbeitslosenquote lag bei 10 Prozent. Das Problem ist, dass sich aus diesen allgemeinen Zahlen nur teilweise schließen lässt, was vor uns liegen könnte.