Die demokratischen Hoffnungen der Iraker

Die Eskalation der Gewalt im Irak vermittelt einen düsteren Eindruck von den Zukunftsaussichten dieses Landes. Der Konflikt zwischen den Glaubensrichtungen scheint sich mit jedem Tag zuzuspitzen; hunderte von Sunniten und Schiiten werden von den Milizen einzig aufgrund ihres Glaubens niedergemetzelt.

Es wäre jedoch ein Fehler, zu glauben, dass diese Blutlüsternheit unter den Irakern weit verbreitet ist. Aber obwohl bisher weder amerikanische noch irakische Sicherheitskräfte einen Weg zur Zähmung der Milizen gefunden haben, fühlt sich die irakische Öffentlichkeit zunehmend der Vision einer demokratischen, konfessionell ungebundenen Regierung des Landes verbunden.

In den Jahren 2004 und 2006 war ich an der Durchführung zweier landesweiter öffentlicher Meinungsumfragen im Irak beteiligt. Vergleicht man die Ergebnisse dieser Umfragen, so zeigt sich, dass die Iraker nach zwei Jahren wachsender religiöser Gewalt ihr Schicksal zunehmend statt im religionsgemeinschaftlichen im nationalen Zusammenhang betrachten.

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