Der Safaripark des Klimawandels

KOPENHAGEN – Während sich Barack Obama auf seine Amtseinführung vorbereitet, lohnt es sich, über eine Passage aus seinem Buch Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie nachzudenken. Sie offenbart vieles darüber, wie wir die Probleme der Welt sehen.

Obama ist in Kenia und will auf eine Safari gehen. Seine kenianische Schwester Auma tadelt ihn, sich wie ein Neokolonialist zu benehmen. „Warum sollte das ganze Land für Touristen reserviert werden, wenn es für die Landwirtschaft genutzt werden könnte? Diesen Wazungus ist ein toter Elefant wichtiger als hundert schwarze Kinder.“ Obwohl er am Ende auf die Safari geht, hat Obama keine Antwort auf ihre Frage.

Diese Anekdote weist Parallelen zu der aktuellen Besorgnis um die Erderwärmung auf. Viele Menschen – einschließlich Amerikas neuem Präsidenten – glauben, die Erderwärmung sei das überragende Problem unserer Zeit und die Senkung der CO2-Emissionen gehöre zu den tugendhaftesten Dingen, die wir tun können.

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