Die Anatomie des Nicholas Sarkozy

Eine Mehrheit der Franzosen wünscht eigenen Aussagen zufolge, dass Finanzminister Nicholas Sarkozy eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des Landes spielt. Niemand in Frankreich möchte dies lieber als der ehrgeizige „Sarko" selbst. Deshalb wird Sarkozy im nächsten Monat als Finanzminister zurücktreten, um die Führung der regierenden konservativen Partei UMP zu übernehmen. Er distanziert sich damit vom Durcheinander der Regierung von Präsident Chirac und hofft, mithilfe des Parteiapparats in zwei Jahren seinen Weg in den Elysée-Palast erzwingen zu können.

Aber unterscheiden sich Sarkozy und Chirac tatsächlich? Wird Sarkozy wirklich versuchen, den fehlgeleiteten Glauben Frankreichs an seinen eigenen wirtschaftlichen „Sonderweg" zu beenden?

Die Herausforderungen sind riesig: eine seit 20 Jahren bestehende Arbeitslosenquote von 10%, eine Arbeitslosigkeit von mehr als 20% bei den unter 25-Jährigen und fünf Millionen Menschen - fast ein Viertel der arbeitenden Bevölkerung - die im Staatsdienst beschäftigt sind. Die Gehälter und Pensionen dieser fonctionnaires machen etwa 40% des Staatshaushalts aus.

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