Das Zeitalter der Ausrottung

Der heurige G8-Gipfel in Deutschland war insofern ungewöhnlich, als man einen Monat später immer noch darüber diskutiert, ob dabei etwas herausgekommen ist oder nicht. Einen Durchbruch hat es jedoch bei diesem Gipfel zweifelsfrei gegeben: Inmitten aller Debatten um Wirtschaftswachstum und Wechselkurse tauchte eine neue Statistik auf der Tagesordnung der reichsten Länder der Welt auf: die der Aussterberaten.

Zum ersten Mal nahmen die Staats- und Regierungschefs dieser Welt von einer lange Zeit unbeachteten Wählerschaft der anderen Art Notiz – wilde Tiere, Fische und Pflanzen jener Millionen von Arten, die neben dem Menschen diesen Planeten bevölkern.

Die Wissenschaft prognostiziert, dass zumindest ein, wenn nicht gar zwei Drittel aller Spezies auf dieser Welt am Ende dieses Jahrhunderts von der Ausrottung bedroht sein könnten. Dies vor allem durch die Zerstörung der Regenwälder und anderer Lebensräume durch den Menschen, durch Überfischung der Meere und den globalen Klimawandel.

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