„Neue Normalwerte“ beim Wirtschaftswachstum

CAMBRIDGE – Auf den Märkten sprudelt es momentan nur so vor lauter Anzeichen für eine Erholung der Weltwirtschaft. Eine wachsende Zahl von Anlegern sieht einen starken Aufschwung kommen, zunächst in China, dann in den USA und später in Europa und dem Rest der Welt. Nicht  einmal die fürchterlichen Wachstumszahlen der letzten Quartale scheinen dem Optimismus etwas anhaben zu können. Je tiefer der Absturz, desto stärker die Erholung, sagen manche Analysten.

Vielleicht haben diese Optimisten recht. Aber mit welcher Expansion darf man vernünftigerweise rechnen, wenn das Schlimmste endlich überstanden ist? Werden die „neuen Normalwerte“ gleich hoch liegen wie die „alten Normalwerte“ der Boomjahre 2002 bis 2007?

Ich sehe nicht, wie die USA und China, die beiden globalen Wachstumslokomotiven der letzten zwei Jahrzehnte, ein markant niedrigeres Durchschnittswachstum als vor der Krise verhindern wollen.

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