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Die zukünftige Weltwirtschaft

WASHINGTON, DC – Angesichts dessen, dass die Welt vor einem neuen Jahr im Schatten der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise steht, brauchen wie eine bessere Übersicht über die Konturen der zukünftigen Weltwirtschaft.

Die langfristigen Tendenzen sind klar: Die dynamischen Schwellenmärkte von Asien bis Lateinamerika gewinnen an Bedeutung. Die Vereinigten Staaten und Japan sind weiterhin wichtige Triebkräfte der Weltwirtschaft, stehen aber vor großen Schulden- und Defizitproblemen. Europa geht durch einen schwierigen, aber historischen Prozess der Neuaufstellung und Integration. Der Nahe Osten wandelt sich vor unseren Augen. Im Afrika südlich der Sahara sind Durchbrüche hin zu nachhaltiger Entwicklung erkennbar – eine neue Wachstumsfront nach Jahrzehnten der Stagnation.

Diese Veränderungen gestalten unsere Zukunft auf positive Weise. Aber es sind immer noch beträchtliche Hindernisse zu überwinden. Die Erholung der Weltwirtschaft bleibt weiterhin zu schwach. Bei über 200 Millionen Arbeitslosen weltweit sind die Aussichten auf neue Arbeitsplätze immer noch zu trübe. Und die Kluft zwischen Reich und Arm, die durch die Krise vertieft wurde, ist immer noch zu groß.

Wollen wir unseren Optimismus Wirklichkeit werden lassen, stehen wir vor einem harten Weg. Auf diesem sehe ich drei wichtige Meilensteine: