Women around Lake Chad Jeff Hutchens/Getty Images

Die nächste Phase beim Klimaschutz

FES – Im November des vergangenen Jahres, als große Teile der Welt noch zu begreifen versuchten, dass Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt wurde, fand im marokkanischen Marrakesch die Klimawandelkonferenz der Vereinten Nationen (COP 22) statt. Die Teilnehmer aus aller Welt, unter ihnen 38 Staats- und Regierungschefs, kamen zusammen, um einen Plan zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015 zu entwickeln. Im Pariser Abkommen war beschlossen worden, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. Es war ein wichtiger Schritt nach vorn, aber das Thema ist immer noch deutlich komplexer – und politisch heikler – als die meisten zugeben wollen.

Die globale Zusammenarbeit hat in letzter Zeit zugenommen, und dies ist sicherlich eine willkommene Entwicklung. Aber so wichtig Teamwork sein mag: Auch die besonderen Rollen und Verantwortlichkeiten der Regierungen – sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsländern – müssen berücksichtigt werden.

Die Industrieländer haben lange Zeit große Mengen Emissionen und anderer Verschmutzungen verursacht und einen enormen Anteil der weltweiten Ressourcen verbraucht, darunter 90% der globalen Wasservorräte – und dies alles zum Zweck ihrer eigenen Entwicklung. Dadurch konnten diese Länder bei der Lebensqualität und Nahrungsmittelversorgung einen hohen Standard erreichen.

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