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diwan16_EBRAHIM HAMIDAFPGetty Images_sudan Ebrahim Hamid/AFP/Getty Images

Wird dem Sudan der Durchbruch zur Demokratie gelingen?

KHARTUM – Am 8. September wurde die erste zivile Regierung des Sudan in 30 Jahren vereidigt. Das von Premierminister Abdalla Hamdok geführte Kabinett aus Technokraten wird ein zwischen dem Militär und der Demokratiebewegung des Landes im vergangenen Monat ausgehandeltes Arrangement zur Teilung der Macht managen. Die Frage ist nun, ob Gruppierungen innerhalb des Militärs, die islamische Opposition oder verschiedene Rebellengruppen den Übergang zur Demokratie, im Rahmen für 2022 geplanter Wahlen, noch verhindern werden.

Der Sudan ist neben Tunesien das einzige arabische Land, das derzeit echte Fortschritte auf dem Weg hin zur Demokratie macht. Die sudanesische Revolution, die im Dezember 2018 begann, wird wegen des bemerkenswerten Durchhaltevermögens, Mutes und Organisationsgrades ihrer Teilnehmer in Erinnerung bleiben. Die sudanesische Demokratiebewegung hat aus dem ägyptischen Fiasko gelernt, das zur Rückkehr eines noch brutaleren Despotismus geführt hatte. Sie wollte, dass die Armee Macht abgab, und sie wollte ausreichend Zeit, um den Übergang zu organisieren. Im Rahmen des Arrangement zur Machtteilung musste sie einen Kompromiss bei ihrem ersten Ziel eingehen, und das Militär wird während der ersten Phase des Übergangs herrschen, gefolgt dann von einer zivilen Regierung.

Seit der Bildung des neuen Kabinetts herrscht in der Hauptstadt Khartum eine überschwängliche Stimmung. Minister enthüllen neue politische Vorschläge, ausländische Diplomaten treffen ein, die Fußballberichterstattung im Fernsehen wurde durch politische Talkshows ersetzt, es haben Gespräche mit den Rebellen begonnen, und die islamistischen Partien, die eine zentrale Säule des bisherigen Regimes bildeten, wurden verboten und in den Untergrund getrieben. Und da zivilgesellschaftliche Gruppen und die Generäle nun um die Unterstützung der Bevölkerung konkurrieren, bemühen sich selbst die berüchtigten Rapid Support Forces (RSF), ihr Image zu verbessern.

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