A group of Ethiopians stand nearby rotten carcasses of animals Joel Robine/Getty Images

Die nächste Hungersnot in Afrika vermeiden

NEW YORK – Nach einer über ein Jahrzehnt dauernden rückläufigen Entwicklung steigt die Zahl hungernder Menschen auf der Welt wieder an. Dieses Jahr war von der schlimmsten globalen Nahrungsmittelkrise seit dem Zweiten Weltkrieg geprägt, wobei im Südsudan, im Jemen, in Somalia und Nigeria entweder Hungersnöte herrschten oder man knapp davor stand. Allein in diesen vier Ländern leben über 20 Millionen Menschen in gravierender Ernährungsunsicherheit und die Vereinten Nationen schätzen, dass 1,8 Milliarden an humanitärer Soforthilfe benötigt werden.

Politische Instabilität und Konflikte haben zwar enorm zu dieser Ernährungsunsicherheit beigetragen, aber eine unzureichende Nahrungsmittelproduktion hat die Spannungen und den Hunger wohl auch verschärft. In Afrika südlich der Sahara, wo sich drei der vier von Hunger bedrohten Länder befinden, blieben die Ernteerträge lange Zeit hinter den im Rest der Welt erzielten Erträgen zurück, weil unzureichende landwirtschaftliche Produktionsmittel wie qualitativ minderwertiges Saatgut und schlechter Dünger zum Einsatz kamen.

Investitionen in die Landwirtschaft zählen zu den wirksamsten Methoden, den Hunger zu beenden und die politische Stabilität zu verbessern. Allein in Afrika südlich der Sahara gibt es über 50 Millionen Kleinbauern und von ihren Ernteerträgen leben viele weitere Millionen Menschen. Afrikanischen Ländern, die stark in die landwirtschaftliche Entwicklung und Kleinbauern investierten, gelang es, Hungersnöte zu vermeiden.

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