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Der Schutz nuklearen Materials

WIEN – Politiker weltweit haben in den letzten Jahren dem Risiko, dass Terroristen an nukleares oder anderes radioaktives Material kommen könnten, immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Dies ist die gute Nachricht. Aber wir alle müssen dringend handeln, um gute Absichten in konkrete Maßnahmen umzusetzen.

Die Gefahr, dass nukleare oder andere radioaktive Materialien in die falschen Hände geraten, ist nur zu real. Bei nuklearen Einrichtungen gab es beschämende Sicherheitslücken, und empfindliches Material wird oft nicht gut genug geschützt. In der Tat berichtet die Internationale Atomenergiebehörde jedes Jahr über zahlreiche Fälle von Diebstahl oder andere unrechtmäßige Aktivitäten in Bezug auf nukleares oder radioaktives Material. Die meisten dieser Vorkommnisse sind geringfügig, aber manche sind ernster. Manchmal verschwindet Material und taucht nie wieder auf.

Ein Vorfall in Moldawien vor zwei Jahren mit hoch angereichertem Uran – das in einer Atomwaffe verwendet werden kann – veranschaulicht sowohl das Ausmaß der Bedrohung als auch die Möglichkeiten effektiver Gegenmaßnahmen, wenn Länder das Problem ernst nehmen. Die Polizei fand bei einem Individuum einen Teil der Substanz, die dieser gerade verkaufen wollte. Die Schmuggler hatten einen abgeschirmten Behälter gebaut, um einer Entdeckung zu entgehen – mit erschreckender Professionalität.

Glücklicherweise hatten die moldawischen Behörden hart daran gearbeitet, ihre Erkennungsmöglichkeiten zu verbessern. Außerdem hatten sie Informationen mit ihren Kollegen aus anderen Ländern ausgetauscht. Das Uran wurde bei einer verdeckten Operation beschlagnahmt. Verhaftungen wurden durchgeführt und einige Täter zu Gefängnisstrafen verurteilt.