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Sind Aktien überbewertet?

MAILAND – Seit der Weltwirtschaftskrise haben deutliche Unterschiede bei der wirtschaftlichen Entwicklung zu beträchtlicher Volatilität an den Aktienmärkten beigetragen. Inzwischen stoßen die Aktienkurse auf ein nach traditionellen Maßstäben relativ hohes Bewertungsniveau vor – und die Anleger fangen an, nervös zu werden.

Die Frage ist, ob die Aktienbewertungen im Vergleich zum künftigen Ertragspotenzial übertrieben sind. Die Antwort hängt von zwei zentralen Variablen ab: dem Abzinsungsfaktor und dem künftigen Ertragswachstum. Ein niedriger Abzinsungsfaktor bzw. ein höheres erwartetes Ertragswachstum würden höhere Aktienbewertungen rechtfertigen.

Das Kursgewinnverhältnis (KGV) des S&P-Index für die vergangenen zwölf Monate liegt bei knapp 20, gegenüber einem langfristigen Mittel von 15,53 und einem Medianwert von 14,57. Das KGV des Shiller-Index – der auf dem durchschnittlichen realen (inflationsbereinigten) Ertrag der letzten zehn Jahre beruht – liegt bei 27,08, mit einem Mittel von 16,59 und einem Medianwert von 15,96. Und im Februar erreichten die KGV-Erwartungen für die kommenden zwölf Monate, die auf den Ertragsprognosen von Managern aufbauen, mit 17,1 ihren höchsten Stand in elf Jahren. Der Fünf- bzw. Zehnjahresdurchschnitt liegt hier bei etwa 14, und der Fünfzehnjahresdurchschnitt bei 16.

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