The new headquarters of 'La Caixa - Caixabank' Jose Jordan/Getty Images

Europas Rückkehr in die Krise?

BRÜSSEL – Vor gerade mal vier Monaten, als der europhile Emmanuel Macron zum Präsidenten Frankreichs gewählt wurde, schien es, als könne die Europäische Union endlich eine Phase der Ruhe erwarten. Doch Ruhe ist das Letzte, was man derzeit auf den Straßen von Barcelona sehen kann, wo auf Demonstrationen zugunsten der Unabhängigkeit Kataloniens – ein diesbezügliches Referendum wurde von Regierungskräften brutal unterdrückt – mit gleichermaßen starken Protesten dagegen reagiert wurde.

Angesichts des sich zuspitzenden internen Konflikts Spaniens mag eine Rückkehr in die Krise in Europa praktisch unvermeidlich erscheinen. Doch deutet das lokale Geschehen in Spanien tatsächlich darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Erholung in Europa verstärkt, und beleuchtet zugleich die Grenzen dessen, was die EU erreichen kann.

Die Stärke der wirtschaftlichen Erholung der EU zeigt sich daran, dass die Finanzmärkte kaum auf die turbulenten Szenen reagiert haben. Wäre eine ähnliche Situation vor ein paar Jahren entstanden, hätte es eine Flucht aus spanischen Staatsanleihen gegeben, und der spanische Aktienmarkt wäre abgestürzt. Heute jedoch stecken die Märkte die profunde politische Unsicherheit innerhalb des Landes einfach weg.

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