Dean Rohrer

Solidarität in einem pluralistischen Zeitalter

WIEN – Solidarität ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften, ohne den sie auseinander fallen. Ab einem bestimmten Grad an gegenseitigem Misstrauen oder dem Gefühl einiger ihrer Mitglieder, dass andere sie im Stich gelassen haben, funktionieren diese Gesellschaften einfach nicht mehr.

Viele sehen heute in der Entwicklung einer individualistischen Haltung die größte Bedrohung der Solidarität. Aber die Bedrohung ist auch eng verbunden mit einem abnehmenden Sinn für eine gemeinsame Identität.

Es ist zum Beispiel kein Zufall, dass die erfolgreichsten Wohlfahrtsstaaten Europas in dem ethnisch homogenen Skandinavien entstanden sind. Die Menschen in diesen Ländern haben das Gefühl, dass sie ihre Nachbarn und Mitbürger verstehen können und dass sie eine enge Verbindung mit ihnen haben.

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