0

Schlafwandelnd durch die amerikanische Arbeitslosenkrise

NEWPORT BEACH – Letzte Woche, auf der ersten Pressekonferenz des Vorsitzenden der US-Notenbank, Ben Bernanke, kam es statt in der Eröffnungserklärung erst in der Frage-und-Antwort-Sitzung zur Sprache. Es ist ein Problem, das trotz gegenteiliger Anzeichen von zu vielen in Washington DC als “vorübergehend” beschönigt wird. Es reagiert extrem empfindlich auf hohe Öl- und Lebensmittelpreise. Und es unterminiert die Voraussetzungen dafür, die US-Wirtschaft als lebendig und flexibel bezeichnen zu können.

Bei dem besagten Problem handelt es sich um das Ausmaß und die Zusammensetzung der Arbeitslosigkeit in Amerika – deren zunehmend schädliche Auswirkungen auf die Sozialstruktur, die Wirtschaftskraft und die bereits angeschlagene Haushalts- und Schuldenlage erst noch wirklich realisiert werden müssen.

Schauen wir uns zunächst die Fakten an:

·        Fast drei Jahre nach dem Beginn der globalen Finanzkrise ist die US-Arbeitslosenrate mit 8,8% immer noch hartnäckig und ungewöhnlich hoch.