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Wie man Oligarch wird

WASHINGTON, DC – Nehmen wir an, Sie wollten einer der reichsten Menschen auf dem Planeten werden – jemand mit enormem Vermögen und Zugang zur obersten Ebene politischer Macht. Dies ist in den heutigen „Winner-take-all“-Volkswirtschaften für jemanden, der frisch von der Uni kommt, kein unbegründeter Ehrgeiz. Aber wie realistisch ist es?

Sie könnten eine gute Idee für eine neue Technologie mit potentiell weit verbreiteter Nachfrage haben. Mit den richtigen Qualifikationen und etwas Glück könnte ein Wagniskapitalgeber in Sie investieren. Viele derartige Unterfangen gehen schief, aber insbesondere in den USA werden derartige, durch privates Beteiligungskapital finanzierte schnell wachsende Unternehmen stark ermutigt.

Oder Sie könnten eine Menge Schulden aufnehmen. Dies mag im unmittelbaren Gefolge einer schweren, durch Schulden angeheizten Finanzkrise und angesichts der Tatsache, dass die Hypothekenschulden vieler Eigenheimbesitzer (selbst wenn sie sich noch immer die Hypothekenraten leisten können) den Wert ihrer Immobilien noch immer übersteigen, eine merkwürdige Idee sein. Und soweit jemand, der in jüngerer Zeit eine US-Uni abgeschlossen hat, überhaupt über Schulden nachdenkt, wird er dies so oder so im Zusammenhang der Abzahlung seiner Studentenkredite tun.

Doch ein neues Buch, Private Equity at Work von Eileen Appelbaum und Rosemary Batt, erklärt präzise, wie ein paar Leute durch geschickten strategischen Einsatz von Schulden enorm reich geworden sind.