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Das große Schweigen zu Burma

PRAG – In den nächsten Tagen – oder vielleicht sogar Stunden – wird sich das Schicksal Burmas (auch als Myanmar bekannt) und seiner über fünfzig Millionen Einwohner entscheiden. Die aktuelle Krise schwelt seit Jahren. Allerdings konnte nicht genau gesagt werden, wann eine offene Revolte gegen die Militärdiktatur in Burma ausbrechen würde.

Ich fürchte, die sich überstürzenden Ereignisse in Burma haben, abgesehen von wenigen Ausnahmen, die meisten Länder – wieder einmal – überraschend und wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen. Man scheint der Krise vollkommen unvorbereitet gegenüberzustehen und ist daher auch hinsichtlich der weiteren Vorgangsweise ratlos.

Wie oft und an wie vielen Orten der Welt ist derartiges nun schon passiert? Noch schlimmer allerdings ist, wie viele Länder es angebracht finden, ihre Augen und Ohren vor der tödlichen Stille zu verschließen, mit der sich dieses asiatische Land der Welt gerne präsentiert.

In Burma stehen gebildete buddhistische Mönche – unbewaffnete und von Natur aus friedliebende Menschen – gegen das Militärregime auf. Für diejenigen, die sich schon länger mit der Situation in Burma auseinandersetzen, kommt es nicht überraschend, dass sich die Mönche an die Spitze der Proteste gestellt haben.