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Militärische Transparenz und asiatische Sicherheit

TOKIO − Transparenz, so heißt es, sei das beste Mittel gegen Fehlverhalten. In der Frage der Sicherheit Asiens gilt dies ganz besonders. Tatsächlich bin ich der Ansicht, dass wir einen Rahmen schaffen müssen, in dem die asiatischen Regierungen ihre Militärhaushalte öffentlich machen, wenn wir Vertrauen schaffen und ein Wettrüsten in der Region vermeiden wollen.

Allgemeiner ausgedrückt, bestehen die wichtigsten Probleme, denen sich Asien derzeit gegenübersieht, darin, die militärische Expansion unter Kontrolle zu halten, die Zahl der Länder, die sich am Übereinkommen über den Waffenhandel beteiligen, zu erhöhen, und das gegenseitige Verständnis zwischen den nationalen Verteidigungsbehörden zu stärken. Dies sollte im Fokus des Ostasiengipfels stehen, der sich seinerseits zum wichtigsten Forum zur Ansprache regionaler Sicherheitsfragen und zur Gewährleistung von Stabilität entwickeln sollte.

Militärische Expansion ist mit der Bewegung Asiens hin ins Zentrum der Weltwirtschaft per se unvereinbar. Die Früchte des Wohlstands sollten in die Verbesserung des Lebens der Menschen reinvestiert werden und nicht in Waffen, die ihnen dieses Leben rauben können.

Am wichtigsten jedoch ist es, Rechtstaatlichkeit zu gewährleisten. Daher wird Japan beispielsweise Bemühungen der ASEAN-Mitgliedstaaten, die Sicherheit und freie Navigation auf den Meeren und am Himmel sicherzustellen, in umfassendster Weise unterstützen. Aber lassen Sie mich transparent darüber sein, was Japan tatsächlich unterstützen wird, und wie.