Daten teilen und über sie herrschen

BOSTON – Fast jeder von uns hinterlässt einen digitalen Fußabdruck – die Spur der so genannten „passiven Daten“, die durch jede Online-Interaktion hinterlassen wird – wie durch das Abrufen gekennzeichneter Inhalte sozialer Medien oder die Durchführung jeglicher digitaler Transaktion wie den Einkäufen mit Kreditkarte. Vor ein paar Sekunden haben Sie vielleicht schon durch das Klicken auf eine Verknüpfung zum Lesen dieses Artikels passive Daten erzeugt.

Solche Daten werden, wie der Name schon andeutet, nicht bewusst erzeugt, sondern sind Nebenprodukte unserer täglichen technologischen Existenz. Daher werden diese Informationen – und ihr monetärer Wert – vom durchschnittlichen Internetnutzer oft nicht bemerkt.

Unternehmen aber ist das Potenzial passiver Daten sehr wohl bewusst. Sie erkennen, dass solche Informationen wie Rohmaterial gesammelt und auf viele unterschiedliche Arten verwendet werden können. Durch die Analyse der Browser-Historie von Nutzern können Firmen beispielsweise vorhersagen, auf welche Art von Werbung sie reagieren oder welche Produkte sie kaufen. Sogar Gesundheitsorganisationen könnten die Kaufmuster einer lokalen Gemeinschaft beispielsweise dazu verwenden, einen Grippeausbruch vorherzusagen.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To read this article from our archive, please log in or register now. After entering your email, you'll have access to two free articles from our archive every month. For unlimited access to Project Syndicate, subscribe now.

required

By proceeding, you agree to our Terms of Service and Privacy Policy, which describes the personal data we collect and how we use it.

Log in

http://prosyn.org/9gYVvjE/de;

Handpicked to read next

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.