Dean Rohrer

Die irakische Hoffnung stirbt zuletzt

BAGDAD – Zehn Jahre sind seit dem Sturz von Saddam Hussein vergangen, der über drei Jahrzehnte als Tyrann herrschte. Der Traum der Iraker nach Saddams Fall war es, einen neuen, wohlhabenden und demokratischen Irak aufzubauen. Fast alle wollten ein Land in Frieden mit sich selbst und seinen Nachbarn und mit einer Verfassung, in der Menschenrechte und Rechtsstaat verankert sind.

Aber die Vereinigten Staaten und ihre Alliierten, die weder eine stimmige Vision noch eine vernünftige Politik für die Zeit nach Saddam hatten, erklärten den Irak zu einem besetzten Land. Das Kommando hatte ein von den USA ernannter Verwalter, der bald alle bestehenden Sicherheits-, Militär- und Medieninstitutionen zerstörte. Er führte ohne legale Grundlage ein Gesetz zur Ent-Baathifizierung ein, das Mitglieder der Baath-Partei von offiziellen Ämtern ausschloss, was den Weg für Sektierertum, lokale Gewalt und Unruhen bereitete.

Das strategisch wichtige Land im Herzen einer vitalen, aber hochproblematischen Region der Welt wurde durch diese Ereignisse destabilisiert. Als der Irak in den nächsten zehn lähmenden Jahren durch Phasen zunehmender Misswirtschaft ging, zerbrach das Land, und die Träume der Iraker, deren geliebtes Heimatland erneut in Autoritarismus und fast täglichen Verfassungsbruch abrutschte, wurden zerstört. Die Welt sah zu und schien hilflos zu sein.

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