adasgupta1_Patrick Pleulpicture alliance via Getty Images_carbonemissions Patrick Pleul/picture alliance via Getty Images

Klimarisiken zu veröffentlichen ist vernünftig

WASHINGTON, DC – Den größten Teil meines Lebens habe ich mich für Maßnahmen eingesetzt, die man als radikal bezeichnen könnte. Aber heute will ich mich für reine Vernunft aussprechen: Im März hat die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) eine neue Regel vorgeschlagen, die es börsennotierten Unternehmen vorschreibt, ihre Klimarisiken und Treibhausgasemissionen zu veröffentlichen. Jetzt, wo die Zeit der öffentlichen Stellungnahmen beendet ist, sollte die SEC diese neue Veröffentlichungsregel vollständig einführen.

Wie bereits erwähnt, würden Unternehmen dadurch verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen zu veröffentlichen – sowohl diejenigen ihrer eigenen Tätigkeiten als auch jene für die Waren, die sie kaufen oder verkaufen. Dies würde für alle börsennotierten Firmen in den Vereinigten Staaten gelten, und damit für ein Handelsvolumen von 82 Billionen Dollar, das jährlich in den Zuständigkeitsbereich der SEC fällt.

Die Regel mag sich radikal anhören, aber letztlich geht es nur um Informationen. Unternehmen sollen dazu verpflichtet werden, ihren Investoren mitzuteilen, wie der Klimawandel ihre Renditen beeinflussen könnte. Letztlich sind Informationen für Finanzregulierungsbehörden, CEOs, Investoren und die Märkte insgesamt von entscheidender Bedeutung: Hinter jedem Handelsvorgang steht ein Investor, der mithilfe der besten verfügbaren Informationen Entscheidungen trifft. Mehr Informationen zu wollen ist also keineswegs radikal.

To continue reading, register now.

As a registered user, you can enjoy more PS content every month – for free.

Register

or

Subscribe now for unlimited access to everything PS has to offer.

https://prosyn.org/PsfiYJ9de