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Wie der nächste Goldrausch gesteuert werden kann

WASHINGTON, DC – Der Sitz der internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) befindet sich oberhalb der Strandpromenade im Hafen der jamaikanischen Hauptstadt Kingston. Gegenüber in der Bucht liegt jene Stelle, wo „Calico Jack” Rackham einst als Warnung an  andere Piraten des 18. Jahrhunderts gehängt wurde. Heute bestimmt diese kleine Behörde der Vereinten Nationen die Geschicke der Meere – oder, genauer gesagt, des nicht ganz fünf Kilometer unter der Oberfläche liegenden Meeresbodens -  und ist der Öffentlichkeit trotzdem weitgehend unbekannt. Das könnte sich allerdings rasch ändern, wenn China beschließt, sich gegen die US-Importzölle mit Ausfuhrbeschränkungen für seltene Erden zur Wehr zu setzen.

Etwa 71 Prozent der Erdoberfläche befinden sich unter Wasser und der Meeresboden (oder Meeresgrund) ist  - insbesondere in tiefen internationalen Gewässern - reich an seltenen Erden und anderen gefragten mineralischen Rohstoffen. Die Meeresbodenbehörde verwaltet die Abbau- und Schürfrechte an über 50 Prozent des weltweiten Tiefseebodens und die 168 Mitgliedsstaaten haben das Recht, sich um Zugang zu den dort lagernden Bodenschätzen zu bewerben.  Angesichts des Risikos katastrophaler Umweltfolgen könnten jedoch alle Länder zu den Verlierern zählen, wenn dieser Wettbewerb ohne die gebotene Sorgfalt fortgesetzt wird.

Unterseeische Bodenschätze lagern sich in Tiefsee-Ebenen tendenziell in kartoffelförmigen Gesteinsbrocken an, die in kochend heißem Wasser aus Spalten am Meeresgrund entweichen  und an den Flanken erloschener Unterwasservulkane – so genannter Tiefseeberge – verkrusten. In diesen Formationen ist die Konzentration mineralischer Rohstoffe insgesamt viel höher als in Erzen, die an Land vorkommen.  

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